Wir verabschieden uns schweren Herzens aus Ubud und fahren auf die Halbinsel im Süden Bukit. Diese soll vor allem für die schönen Strände bekannt sein und ein echtes Surferparadies. Wir mieten uns wieder einen Fahrer, der uns auf dem Weg noch ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen soll. Wasserfall, Holzvillage, teilweise arbeiten die hier 8 Monate an einem Werk, sehr beeindruckend, außerdem Silver, und Färbung.

Mal abgesehen von den Stopps bleibt es unglaublich wie lange man hier für ein paar km braucht. Die Insel ist nicht besonders groß und auch diesmal sind es von unserem letzten Stopp bis zur unsere Unterkunft nur um die 25 km. Für diese brauchen wir allerdings an die 2 h. Der Verkehr hier ist einfach eine riesen Vollkatastrophe.

Unser Guesthouse in Uluwatu liegt wieder sehr schön, ruhig und abgelegen im Grünen. Der Besitzer Wari und seine Angestellten sind alle sehr nett und wir fühlen uns direkt wohl. Wir bestellen uns direkt mal was zu essen und verbringen den Rest des Abends in der Anlage.

Am nächsten Tag mieten wir uns einen Roller und düsen ein wenig über die Insel. Natürlich wollen wir erst mal einen Strand besuchen und wählen dafür einfach den nächstgelegenen „Bigit“. Hier muss man erst mal ein paar Treppen runter laufen. Nach einem schweißtreibenden Abstieg, dann die Ernüchterung. Zum einen ist Flut und ein Strand existiert so gut wie gar nicht und des Weiteren ist dies wohl vor allem ein Surferstrand. Zum schwimmen sind zu viele Felsen und dicke Steine im Wasser.

Aber gut, wo wir schon mal da sind, suchen wir uns ein Plätzchen und versuchen auch ein wenig zu schwimmen. Wir entdecken ein hochgelegenes Warung, in dem wir es uns gemütlich machen, Smoothies und Bier trinken und den Surfern zuschauen.

Nach leckerem Frühstück serviert auf der Terrasse machen wir uns am darauf folgenden Tag mit dem Roller zum Uluwatu Tempel. Dieser liegt ca. 15 min weit entfernt. Mit dem Roller hier zu fahren mach wirklich Spaß. Die Straßen sind neu geteert, es herrscht hier an der Küste wenig Verkehr und alles ist ganz entspannt. Wari warnt uns schon vorab vor den Affen in dem Tempel, die recht aggressiv sein sollen. Angekommen am Tempel packen wir daher alles gut ein und auch Sonnenbrille und Käppi werden nicht mitgenommen. Auch beim Eingang ist nochmal ein Schild zu betrachten:

Allerdings scheinen das nicht alle zu verstehen, und somit können wir (vor allem bei Chinesen) beobachten, wie Hüte und Sonnenbrille von den Affen geklaut und dann vor allem einfach mutwillig zerstört werden 🙂 Den Tempel selber kann man nicht besuchen, aber hier geht es auch vor allem um die Anlage mit ihren tollen Ausblicken aufs Meer. Zu beobachten wie riesige Wellen aus dem indischen Ozean gegen die Klippen klatschen mit dem Tempel im Hintergrund, ist wirklich umwerfend.

Nachmittags starten wir einen neuen Versuch und fahren zum „Dreamland Beach“. Der ist gar nicht so einfach zu finden, aber wir erfragen uns den Weg. Zum Glück kommen wir auch von der anderen Seite, wo man keinen Eintritt bezahlen muss und wo man sich sparen kann, die Verkaufsstände zu besuchen. Der Strand liegt wirklich schön und wir mieten uns für den Rest des Abends 2 Liegen. Allerdings wird die Ruhe ständig gestört. Entweder will dir irgendwer irgendwas andrehen, hier vor allem Fußmassagen, oder es kommen weitere Reisegruppen in Scharen an, die vor allem damit beschäftigt sind das perfekte Foto zu machen. Es ist aber auch recht unterhaltsam, das diese oft die Wellen und das Wasser schlecht einschätzen und hier und da mal bei dem Versuch ein weiteres Selfie zu schießen von oben bis unten durchgespült werden.

Und die Wellen hier sind wirklich der Hammer. Meterhoch und mit so einer Wucht, das man echt aufpassen muss. Ich gehe 2 Mal ins Wasser, Tina erst gar nicht. Ich komme jedes Mal vollkommen erschöpft aus dem Wasser, aber es ist wirklich der Mega! So hohe Wellen habe ich selten gesehen. Wenn man im Wasser steht, und die 1-2 m über einem brechen, ist ds schon schwer beeindruckend. Auch viele Surfer sind wieder unterwegs, aber das hier ist nichts für Anfänger.

Am letzten Tag vor unserer Abreise nach Canggu, fahren wir noch zum Padang Padang Beach. Hier hat wohl auch schon Julia Robert in dem Film Eat, Pray, Love eine Szene gehabt. Dieser Film hat zu dem ganzen Bali-Hype mächtig beigetragen. Ein schöner Strand, für den man erst mal ein paar Stufen durch einen engen Spalt hinter sich bringen muss. Es ist eine kleine Bucht, nicht viel Platz für die vielen Leute, aber man ganz gut schwimmen. Allerdings wird mit annähender Flut der Platz immer geringer und viele Leute müssen ständig ihre Sachen vor dem Wasser retten (vielen gelingt es nicht rechtzeitig, was ich schon immer gerne beobachtet habe und als einen schönen Zeitvertreib empfinde) wir hauen nach 2 h wieder ab.

Fazit: Schöne Strände. für gute Surfer bestimmt top, aber auch sehr voll, gar nicht vorstellen wollen, was hier in der Hauptsaison abgeht.

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