Unser Leben in der Zukunft

Wir schreiben das Jahr 2561. Ja, das mussten wir auch erst mal herausfinden, dass es hier eine andere Zeitrechnung gibt. Aber durch auffällige Mindesthaltbarkeitsdaten sowie Foren- und Blogartikel, die weit in der Zukunft liegen, ist es uns dann auch klar geworden. In Thailand ist man uns also um 544 Jahre voraus ? Die buddhistische Zeitrechnung beginnt mit dem Todesjahr des Siddhartha Gautama, der als Buddha (wörtlich der Erwachte) den Dharma (wörtlich die Lehre) lehrte und somit als Begründer des Buddhismus gilt.

Wir fliegen von Krabi nach Chiang Mai, da wir einen günstigen Flug mit Air Asia für ca. 35€ pp gefunden haben und wir Chiang Mai noch von unserer ersten Thailand Reise kennen und liebgewonnen hatte. Im Grunde gilt es als das kulturelle Zentrum Thailands und ist um einiges entspannter und ruhiger als der große Bruder Bangkok.

Wir übernachten im ISTY Hotel, das gerade erst seine Tore für Besucher aufgemacht hat und sind sehr beeindruckt von dem modernen Konzept. Hier gibt es neben einem großen Frühstücksbuffet und einem Swimming-Pool auch Co-Working Areas, wo man sich als „digitale Nomaden“ direkt wohlfühlt. Außerdem sind die Leute super nett und es gibt Wasser und Snacks for free!

Um die Distanz in die Altstadt zu überwinden, mieten wir uns Fahrräder für 1€ pro Tag. Man könnte zwar auch das Ganze innerhalb von 15-20 min zu Fuß gehen, aber zum einen ist es mit über 35°C auf dem Fahrrad angenehmer, zum anderen ist Chiang Mai auch wie viele andere Städte da draußen nicht besonders fußgängerfreundlich. Soll heißen, auf verrosteten Tretmühlen ohne richtige Bremsen und Licht fühlt man sich immer noch sicherer als die Fußgänger, verrückt oder?

Durch die brennende Hitze starten wir meistens erst nachmittags was, es ist noch heißer als in Krabi, aber zumindest nicht mehr so schwül. Es ist schon extrem, während bei uns zu Hause nochmal so eine richtige Kältewelle herrscht mit bis zu -10°C, brutzeln wir bei an die 40°C im Norden Thailands ?

Unser Rundumwohlfühlprogramm

Wir entdecken schnell ein paar coole Läden, wo man gut Essen und Trinken kann. Wir fahren in die Gegend, wo wir vor 5 Jahren übernachtet hatten und gehen im Restaurant Cooking Love thailändisch essen. Weiterhin super Essen, tolle Currys für wenig Geld, allerdings mittlerweile so beliebt, dass man auch mal anstehen muss.

Laut TripAdvisor gibt es eine Saftbar ein wenig versteckt in einer Seitengasse, die 1A-Fruchtshakes mixen soll. Das tut sie so gut, dass wir fast täglich (manchmal sogar 2x täglich) da landen. Für gerade mal 1€ gibt es hier Smoothies in Marmeladengläsern mit allem was das Herz begehrt, bei uns beliebt der Banana-Pineapple-Coconut-Peanutbutter-Shake, einfach köstlich!

Und zum Rundumwohlfühlprogramm gehören natürlich auch Massagen. Neben zahlreichen Fußmassagen, bei denen man einfach super abschalten kann, trauen wir uns auch an eine Thai-Massage, die gar nicht so schmerzhaft wie befürchtet ist, aber das kommt dann wirklich immer auf den Therapeuten an. Für 1h Massage zahlt man hier ca. 5-7€, im Vergleich zu Deutschland echt super günstig.

Da uns die Fußreflexzonenmassage so gut tut, sucht Tina auch nach einer Massageschule, die einen Kurs anbietet. Nicht ganz günstig, aber authentisch, besuchen wir also die Masageschule Sabai de Ka in Chiang Mai für einen 5-Stunden Kurs. Wir müssen viel mitschreiben und massieren uns dann unter den Augen der Lehrerin gegenseitig. Es sind unglaubliche 90 Schritte für diese Massage, pro Fuß! Sobald wir aus Thailand raus sind, heißt es also üben, üben, üben.

Was in Chiang Mai auch eine sehr beliebte und vor allem leckerer Zeitvertrieb ist, ist ein Kochkurs. Den wollten wir eigentlich schon vor 5 Jahren gemacht haben, hatten aber damals zu wenig Zeit. Wir entscheiden uns bei der gutbewerteten Kochschule Zabb E Lee einen Nachmittagskurs zu besuchen.

Als wir ankommen, fahren wir erst mal zum Markt und uns werden die verschiedenen Zutaten erklärt, vor allem die, die es außerhalb von Thailand eher weniger gibt. Neben thailändischem Ingwer, gibt es verschiedenste Arten von Auberginen, von klein bis rund, sowie die „wütende Limette“, die sehr schrumpelig rüberkommt. Auch was Reis und Nudeln angeht, werden wir belehrt.

Danach geht es ans Kochen, jeder darf 4 Gerichte aus jeweils 3 Optionen auswählen, außerdem machen wir für alle zum Nachtisch noch das beliebte „Mango with sticky rice“. Es wird alles professionell erklärt, viel geschnibbelt, zerquetscht und gemörsert, und am Ende stehen sehr leckere Gerichte, die man gar nicht alle essen kann ? Zum Schluss gibt es noch ein tolles Kochbuch mit allen zubereiten Gerichten und als wir uns mit vollen Bäuchen von unseren Mitköchen verabschieden, stellen wir fest, dass sich die Investitionen von 1000 Baht pro Person sehr gelohnt hat.

Wat für ein Tempel is dat?

Und dann kommen natürlich noch die ganzen Tempel, Tempel und Tempel. Die ganze Stadt ist voll damit und es ist schön, mit dem Fahrrad immer wieder welche zu entdecken. Wir kommen täglich („shortcut“) an dem schönen Wat Lok Molee vorbei…

…und besuchen natürlich auch den bekannten Wat Phra Singh.

Bei dem Bild unten fragen wir uns lange, ob die Mönche so tief in ihrer Mediation versunken sind, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken da sitzen und keine Miene verziehen. Bis wir merken, dass es einfach Wachsfiguren sind 🙂

Für den Wat Phra That Doi Suthep fahren wir mit den roten Sammeltaxis oben auf einen Berg, dort können wir auch ein Gebet von Mönchen beobachten. Was wirklich schön ist, da wo gerade noch laute Touris überall Fotos schießen, ist es auf einmal ganz ruhig und man hört neben den Mönchen nur die Vögel in der Abendsonne zwitschern.

Daneben entdecken wir im Vorbeifahren immer wieder sehr schöne Tempel, die ich nicht benennen kann, aber allesamt auf ihre eigene Art eine tolle Atmosphäre haben.

An dem Tempel Wat Panthao kommen wir an einem Abend zufällig vorbei und sehen, dass hier die Leute was am Aufbauen sind. Wir wissen, dass heute ein Feiertag ist, was man auch daran erkennt, dass es nirgendswo Alkohol zu kaufen gibt. Uns wird erklärt, dass zu dem Feiertag Magha Puja eine Kerzenzprozession stattfindet, das wollen wir uns natürlich anschauen. Dieser Feiertag findet jedes Jahr am Vollmond des drittes Mondmonats statt 🙂 Gegen 19:00 Uhr geht es los und die Mönche zünden überall Kerzen an, ein sehr schönes Bild in einer ruhigen Atmosphäre.

Wir unternehmen noch einen 4-tägigen Ausflug nach Chiang Rai und verlassen dann Thailand nach 4 Wochen Richtung Vietnam.

2 Kommentare
  1. Irmgard Stockhausen
    Irmgard Stockhausen sagte:

    Hallo ihr beiden Weltreisenden, Thailand könnte auch mein Traumreiseziel werden.
    Die Bilder und deine Beschreibung sind einfach super.
    Eine wiederum ganz andere Welt als Südamerika. Ihr erlebt schon eine tolle Zeit.
    Maat et weiterhin joot Ma

    Antworten
  2. Johannes
    Johannes sagte:

    Ja, sehr beeindruckend ? es freuen sich bestimmt schon etliche Freunde auf eure Massage und Kochkünste ? was man nicht alles machen kann, einfach toll ?

    Antworten

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